Ausweitung der Notbetreuung und Regelbetrieb ab dem 15. Juni 2020

Die Betretungsverbote für Kindertageseinrichtungen wurde bis einschließlich 30. Juni 2020 verlängert.

Ab dem 15. Juni 2020 gilt die weitere Ausweitung der Notbetreuung (allgemeine Infos und Anmeldung zur Notbetreuung):

  • Kinder, die zum Schuljahr 2021/2022 schulpflichtig werden
    Kinder, die zum Schuljahr 2021/2022 gemäß Art. 37 Abs. 1 S. 1 BayEUG schulpflichtig
    werden, dürfen ab 15. Juni 2020 ihre Kita wieder besuchen.
    Das sind die Kinder,

      • die bis zum 30. September 2021 sechs Jahre alt werden,
      • deren Erziehungsberechtigte bereits einmal den Beginn der Schulpflicht verschoben
        haben oder
      • die bereits einmal von der Aufnahme in die Grundschule zurückgestellt wurden.
  • Vorschulkinder
    Berechtigt sind die Kinder, die zum Schuljahr 2020/21 zur Einschulung an einer Grund- oder Förderschule tatsächlich angemeldet sind. Nicht erfasst sind Kinder, deren Anmeldung zur Einschulung zum Schuljahr 2020/2021 bereits möglich gewesen wäre, aber nicht vorgenommen wurde, zum Beispiel, weil diese zurückgestellt wurden.
  • Schulkinder (alle Klassen)

    Alle Schulkinder dürfen an den Tagen, an denen sie den Unterricht vor Ort (Präsenzunterricht) in der Schule besuchen, ihr Betreuungsangebot im Hort wieder in Anspruch nehmen. An Tagen, an den die Schulkinder im Rahmen des „Lernens zuhause 2.0“ unterrichtet werden, ist der Besuch der Einrichtungen dagegen weiterhin auf die Kinder, die auch aus anderen Gründen die Notbetreuung besuchen können, beschränkt.
    Die Betreuungszeit im Hort schließt an den individuellen Schulschluss an und wird im Rahmen der gebuchten Betreuungszeit (ohne Frühdienst) angeboten.

  • Geschwisterkinder
    Kinder, die mit den eben genannten Kindern (Vorschulkinder & Kinder die 2021/2022 schulpflichtig werden) in einem Haushalt leben sowie in derselben Einrichtung betreut werden, dürfen ab 15. Juni 2020 betreut werden.
  • Kinder, deren Eltern Anspruch auf Hilfen zur Erziehung haben
    Kinder, deren Eltern Anspruch auf Hilfen zur Erziehung (§§ 27 ff SGB VIII) haben, können die Kindertageseinrichtungen wieder besuchen. Erforderlich ist ein entsprechender Nachweis der Inanspruchnahme von Erziehungshilfen, also ein Bescheid des Jugendamtes bzw. der Nachweis, dass ein Angebot im Rahmen der Erziehungsberatung in Anspruch genommen wird.
  • Kinder mit Behinderung bzw. von wesentlicher Behinderung bedrohte Kinder
    Kinder, die einen durch Bescheid festgestellten Anspruch auf Eingliederungshilfe haben, dürfen die Kindertageseinrichtungen ebenfalls wieder besuchen.

  • Kinder von studierenden Alleinerziehenden bzw. solchen in Ausbildung:

    Neben den Kindern von berufstätigen Alleinerziehenden können unter den gleichen Voraussetzungen auch Kinder von alleinerziehenden Studierenden bzw. Auszubildenden künftig die Notbetreuung in Anspruch nehmen, wenn die alleinerziehende Person

    • an einer staatlichen, staatlich anerkannten oder kirchlichen Hochschule immatrikuliert ist oder an einer Einrichtung studiert, die gem. Art. 86 Abs. 1 oder 2 BayHSchG Studiengänge durchführt, und aufgrund des Studiums an einer Betreuung des Kindes gehindert ist oder

    • eine in Studien- oder Prüfungsordnungen vorgeschriebene berufspraktische Tätigkeit verrichtet und aufgrund dieser Tätigkeit an einer Betreuung des Kindes gehindert ist oder

    • zu ihrer bzw. seiner Berufsausbildung mit oder ohne Arbeitsentgelt beschäftigt ist und aufgrund dieser Tätigkeit an einer Betreuung des Kindes gehindert ist.

  • Alleinerziehenden vergleichbar Kinder, bei denen beide Erziehungsberechtigte erwerbstätig und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten in den jeweiligen Tätigkeiten an einer Betreuung des Kindes gehindert sind und einer dieser Erziehungsberechtigten aufgrund beruflich veranlasster Auswärtstätigkeiten regelmäßig den überwiegenden Teil der Woche nicht im gemeinsamen Haushalt übernachten kann (z.B. Fernfahrer), sind ebenfalls zur Notbetreuung berechtigt. Auch hier gelten die gleichen weiteren Voraussetzungen wie bei Alleinerziehenden.

Ergänzende Information zum Thema „kritische Infrastruktur“

Um Missverständnissen vorzubeugen, weisen wir darauf hin, dass die schrittweise Öffnung gastronomischer Betriebe nicht bedeutet, dass diese als Teil der kritischen Infrastruktur gewertet werden.

Keine kranken Kinder in die Notbetreuung
Voraussetzung für die Berechtigung zur Inanspruchnahme der Notbetreuung ist weiterhin,
dass das Kind

  •  keine Krankheitssymptome aufweist,
  • nicht in Kontakt zu einer infizierten Person steht oder seit dem Kontakt mit einer
    infizierten Person 14 Tage vergangen sind,
  • und das Kind keiner sonstigen Quarantänemaßnahme unterliegt.