Pädagogische Grundsätze

Pädagogische Grundsätze

Das ist uns wichtig:
Täglich wirken viele unterschiedliche Dinge auf Kinder ein. Oftmals wissen Kinder kaum noch womit sie anfangen sollen sich zu beschäftigen und manchmal tun sie dann aus Rat- oder Rastlosigkeit gar nichts. Für die Kinder ist Spiel jedoch Lernen. Sie erschließen sich Umwelt und Erfahrungen mit Dingen und Mitmenschen durch das Spielen.

Wir unterstützen die Kinder in unserem Kindergarten, in dem wir ihnen ausreichend Zeit und Raum geben, sich mit Dingen zu beschäftigen oder auch eine „Lange Weile“ zu haben. Kinder brauchen die notwendige Zeit um Ausprobieren, Üben, Entdecken und Fehler machen zu dürfen, damit sie bewusst Neues aufnehmen, erarbeiten, verarbeiten und anwenden können.

Wir achten im Tageslauf darauf, dass sich gezielte Lernangebote und Beschäftigungen mit Zeit für Ruhe, Bewegung und freies Spiel sinnvoll abwechseln und ergänzen.
Kinder haben so die Möglichkeit:

  • sicher zu werden,
  • Zutrauen in ihr eigenes Können zu entwickeln,
  • mit Fehlern zurecht zu kommen.
  • Sie machen grundlegende Erfahrungen im Zusammenleben mit anderen,
  • im Bewältigen neuer Herausforderungen.

Vor der Gruppe sind für die Eltern die Aktivitäten, die zum jeweiligen Thema in der Gruppe stattgefunden haben, angeschlagen. Auch hier gilt: Weniger ist mehr. Wir haken nicht jeden Tag ein Angebot in der Kindergruppe ab und suggerieren so die Kinder hätten besonders viel gelernt. Das Gegenteil wäre der Fall. Die Kinder bekommen ausreichend Zeit die Themen in allen Sinnesbereichen zu erfassen, ihre eigenen Gedanken einzubringen und neue Ideen zuzufügen. So sind Kinder aufmerksam und haben Zeit durch Erfahrungen zu lernen. Sie erfahren Wertschätzung und Achtung ihres Selbst.

Zeitknappheit lässt sich auch im Kindergartenalltag nicht immer vermeiden. Der Kindergarten ist keine Insel und soll es auch nicht sein. Auch der Umgang mit Zeitknappheit und Zeitdruck ist für die Kinder eine wichtige Lernerfahrung.
Zeit für Kinder ist kostbar!
Wir, die pädagogischen Mitarbeiterinnen des Kinderhauses, nehmen uns Zeit für die kleinen Dinge:

  • zum Zuhören,
  • zum Zuschauen,
  • Begleiten der Kinder auf dem Weg des Lernens und Begreifens,
  • Zeit, um für das einzelne Kind da zu sein, es zu unterstützen bei Schwierigkeiten,
  • sich gemeinsam zu freuen über die vielen kleinen und großen Dinge.

Kindeswohl und Kinderschutz:
Allen im Kindergarten und Hort Beschäftigten liegen das Wohlergehen und die Unversehrtheit unserer Kinder am Herzen und hat höchste Priorität.
Kinder brauchen u.a. Rückhalt, beständige liebevolle Beziehungen, Wohlbefinden und Unbeschwertheit um sich gesund entwickeln, wachsen, spielen und lernen zu können. Wir sind aufmerksam und behutsam im Umgang mit Kindern und nehmen uns ihrer an.

Wichtige Punkte im täglichen Zusammensein sind:

  • Der Aufbau von vertrauensvollen Beziehungen zu den Kindern, in denen sie sich trauen können Dinge, die ihnen nicht guttun oder Angst machen zu erzählen
  • Kollegiale Beratung
  • Aufmerksame Beobachtung der Kinder und regelmäßiger Elternkontakt
  • Stärkung der Kinder in ihrer Ich-Kompetenz, in der Bereitschaft sich von anderen abzugrenzen und „Nein“ zu sagen.
  • Angebote und Projekte zur Prävention; z.B. „Mut macht stark“
  • Schutzauftrag

Für Kindergärten und andere Tageseinrichtungenbesteht ein eigenständiger Schutzauftrag, der im Art.9a Kinderschutz im BayKiBiG festgeschrieben ist. Darin sind klare Handlungsschritte und Maßnahmen bei der Einschätzung, Beobachtung, Aufzeigen von Hilfsmaßnahmen, Dokumentation und Einbeziehung von Fachkräften bis hin zur Mitteilung an das zuständige Jugendamt beschrieben In unserem Team arbeiten die Fachkräfte zur Übung als auch im Verdachtsfall mit den „AKUT“ Ampelbögen, die eine hervorragende, objektive Unterstützung bei der Einschätzung von Kindeswohlgefährdungen sind. Wir haben die Möglichkeit im Verdachtsfall zu unserer Beratung eine für uns zuständige Isef (insoweit erfahrene Fachkraft) hinzuzuziehen. Sie hilft uns die richtigen Schritte zu erkennen. Diese Möglichkeit der Beratung und Unterstützung haben wir schon als sehr hilfreich und bereichernd erfahren