Pädagogischen Ziele

Unsere pädagogischen Ziele

 Soziale Kompetenz

Sich üben im Umgang miteinander im Sinne von ” Vertragen und nicht Schlagen” und gleichzeitig die eigenen Bedürfnisse nicht immer unterdrücken ist ein fortwährender Lernprozess im Kindergartenalltag.
Das Erlernen sozialer Kompetenz findet täglich in unterschiedlichster Form statt:

  • im Rollenspiel
  • im Umgang miteinander
  • im adäquatem Umgang mit Konflikten
  • Annehmen von Hilfe und im Unterstützen anderer beim Meistern von Schwierigkeiten

 Wertevermittlung und Ethik

  • Durch Rollenspiele im Gruppenraum oder auch beim Spaziergang in der Natur lernen die Kinder Achtung vor allen Lebewesen. Naturbetrachtungen zeigen den Kindern was andere Lebewesen brauchen, wie man mit ihnen umgehen muss.
  • Achtung vor fremdem Eigentum üben die Kinder, indem sie eigene Dinge von zu Hause mitbringen dürfen, im Kindergarten Eigentumsschubladen haben, die nur ihnen gehören und durch unsere hauseigene Bücherei, in der die Kinder sich wöchentlich ein Buch ausleihen können.
  • Im täglichen Spiel und Zusammensein üben wir mit den Kindern gepflegte Umgangsformen und Höflichkeit, die das Zusammenleben in einer zivilisierten Gesellschaft erleichtern: sich begrüßen, Worte wie “Danke” und “Bitte” und Hilfsbereitschaft. Einander Annehmen und nicht Ausgrenzen als Ziel der pädagogischen Arbeit wird, wie die vorgenannten Ziele, im täglichen Ablauf vermittelt.
  • Die Kinder erfahren Hilfestellungen bei Konflikten und je nach Situation wird das Thema in der Gesamt- oder in einer Kleingruppe thematisiert und mit Bilderbüchern, Geschichten, Spielen und Gesprächen vertieft.

 Interkulturelles Lernen

  • In unseren Häusern ist jedes Kind mit seiner Familie willkommen und erfährt Wertschätzung.
  • Interkulturelle Erziehung bedeutet für uns: Jeder Mensch ist etwas Besonderes und wird in seiner Einzigartigkeit respektiert.

Kinder sind verschieden und dürfen verschieden sein. In ihrer Verschiedenheit sind sie gleichwertig. Die Vielfältigkeit der Kinder ist eine Bereicherung für Erwachsene und Kinder und bietet für alle die Chance für Erfahrungen und Lernmöglichkeiten.
Im Laufe ihrer Kindergarten-  und Hortzeit lernen die Kinder unterschiedliche Weltanschauungen und verschiedene Formen des menschlichen Zusammenlebens kennen.
So wird diese Vielfalt zu einem Stück Normalität.

 Umweltbildung und -erziehung

  • Regelmäßige Säuberung unserer Spielplätze, Beobachtung der Störche auf unserem (Bildschirm im Kindergarten mit Blick in den Horst der Störche)
  • Eingehende Informationen durch Bilderbücher, Geschichten, Spiele zum Weißstorch.
  • Pflege des kleinen Kräutergartens und Ernte von Bärlauch, Johannis- und Stachelbeeren. Ausflüge in die Natur,
  • Beobachtung und Bestimmung von Pflanzen und Tieren.
  • Naturwissenschaftliche und technische Bildung
  • Gartenarbeit: Säen, Beobachten, Pflegen der Pflanzen
  • Von der Raupe zum Schmetterling (Beobachtungskasten im Raum)
  • Insektenkasten an der Hauswand beobachten
  • Experimente mit Kleingruppen zu Themen wie Wasser, Luft, Licht, Farben, Töne, Himmel und Sterne,
  • Geräte auseinander bauen, Funktionen und Zusammenhänge verstehen
  • Zu den jeweiligen Themen werden Bilderbücher, Gespräche, Exkursionen angeboten

 Sprachliche Bildung und Förderung / Kommunikation

  • Singspiele, Gesprächskreise, Bilderbücher, Gedichte und Reime, Zuhören lernen im Umgang miteinander, fördern die sprachliche Entwicklung aller Kinder
  • Für die Kinder, die im Herbst in die Schule kommen, führen wir ein Sprachmodell (Würzburger Sprachmodell) durch.
  • Kinder, die die deutsche Sprache als Zweitsprache erlernen, werden in Kleingruppen zusätzlich unterstützt. (Übungen zu Laut-, Wort- und Satzbildung)
  • Gemäß BayKiBig wird bis Dezember eines jeden Jahres bei Kindern, die im darauf folgenden Herbst eingeschult werden sollen und deren Eltern ausländischer Herkunft sind, eine Sprachstandeserhebung (SISMIK) durchgeführt, ausgewertet und entsprechend eine geeignete zusätzliche Sprachförderung (120 Std.)in Absprache mit der Schule im Kindergarten durchgeführt.

Sprachkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation und eine wesentliche Voraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg und für eine volle Teilhabe am gesellschaftlich-kulturellen Leben. Kinder erlernen Sprache nicht nur beim Zuhören, sondern vor allem durch aktives Sprechen. Sprachförderung ist ein durchgängiges Prinzip im pädagogischen Alltag und findet sich im gesamten Kindergartengeschehen wieder, z.B.:

  •  Artikulieren der Bedürfnisse, „ich habe Hunger, Durst …“
  • Kommunikation mit anderen Kindern und Erziehern (Gespräche am Brotzeittisch, Spiele)
  • Konflikte verbal lösen

Spezielle Angebote zur Sprachförderung sind:

  • Vorlesen und wiedergeben von Geschichten
  • Bilderbuchbetrachtung
  • Fingerspiele, Reime, Gedichte, Auszählverse, Lieder
  • Erzählkreise, Erarbeitung der Gruppenthemen
  • Wöchentliche Bücherausleihe aus unserer eigenen Bücherei.

Durch die große Altersmischung in unserer Einrichtung und einem großen Anteil Kinder nicht deutschsprachiger Herkunft ist der sprachliche Entwicklungsstand der einzelnen Kinder sehr unterschiedlich. Wir knüpfen bei den unterschiedlichen Sprachkenntnissen an und fördern jedes Kind individuell nach seinen Möglichkeiten. Bei speziellem sprachlichem Förderbedarf eines Kindes wird mit den Eltern gemeinsam nach Lösungen gesucht, z.B. Logopädie, Sprachtherapie.

Die sprachliche Entwicklung jedes Kindes wird fortlaufend beobachtet und dokumentiert. Hierzu verwenden wir die entsprechenden Bögen: SISMIK (Kinder mit Migrationshintergrund) und SELDAK (Kinder, die deutschsprachig aufwachsen)

Bei festgestelltem Förderbedarf, findet in Zusammenarbeit mit der Grundschule ein Vorkurs Deutsch statt. Das heißt, die Kinder erhalten 240 Stunden Sprachförderung in Deutsch, die zur Hälfte mit einer Lehrerin in der Grundschule und zur anderen Hälfte mit einer Erzieherin im Kindergarten stattfindet. Für die Kinder im Jahr vor der Einschulung bieten wir zur zusätzlichen Sprachförderung das Würzburger Sprachmodell an. Für 20 Wochen treffen sich die Kinder täglich und üben zuzuhören, Sätze und Wörter und Wörter in Silben zu zerlegen. Das Programm besteht aus insgesamt 57 Sprachspielen, die sich mit sechs verschiedenen Bereichen befassen und inhaltlich aufeinander aufbauen. Im Hortbereich lesen wir gemeinsam mit den Kindern, lassen uns vorlesen, diskutieren und spielen Rollen- und Sprachspiele gemeinsam oder auch mit Einzelnen.

 Musikalische Bildung und Erziehung

  • Lieder zu Themen-, Singspiele, Klanggeschichten, Liedbegleitung mit Orffinstrumenten, Tänze
  • Musikalische Aktivitäten sind Bestandteil des täglichen Gruppenlebens

 Bewegungserziehung und Förderung

  • Wöchentliches Turnen jeder Gruppe im Turnraum oder im Freien, Spaziergänge/ Ausflüge in der näheren Umgebung
  • Tägliche Bewegung im Freien, Ballspiele

 Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung

  • Dekorationen der Jahreszeit entsprechend für die Gruppe und das Haus
  • Museumsbesuche der 5-6 jährigen Kinder: verschiendene Museen der Themen entsprechend
  • Umgang mit Schere, Stiften, Wasserfarben, Pinsel, Klebstoff, Papieren nach Alter und Entwicklungstand durch tägliche Angebote und Bereitstellung verschiedener Materialien zum Ausprobieren und ggf. Hilfestellung
  • Freies Malen, Malen zu Themen, z.B. Laternenfest
  • Bastel- und Werkarbeiten: Blätterbilder, Faltarbeiten, Korkdruck
  • Basteln mit wertlosem Material: Pappschachteln, Papprollen, Dosen
  • Flechtarbeiten
  • Basteln mit Naturmaterialien: Sägen, Bohren, Hämmern
  • Basteln und Werken zu Festen im Jahreslauf: Sterne, Ostereier und Osterkörbchen
    Laternen
  • Modellieren mit Ton und Salzteig

  Medienbildung und Erziehung

  • Themen- und situationsorientierter Einsatz von MC´s und CD´s, Geräuschkassetten; z.B. Olli Ohrwurm (Spracherziehung)
  • Bilderbücher: kostenloser “Büchertausch” in der Kindergartenbibliothek
  • Einsatz des Computers für die Hortkinder
  • Lern CDs
  • Internet als Informationsquelle

 Gesundheitliche Bildung und Erziehung

  • verstärkte Aufmerksamkeit für Hygienemaßnahmen
  • Übungen im lebenspraktischen Bereich wie Hygiene, Naseputzen, und Toilettengang
  • Gesunde Ernährung als tägliche Übung und keine süße Brotzeit
  • Zahnarztbesuch im Kindergarten
  • Sinnvoller Wechsel von Ruhe- und Bewegungsphasen im täglichen Ablauf
  • Verkehrserziehung: Einschätzen lernen von Gefahren im Straßenverkehr
    und im Umgang mit fremden Menschen
  • Umgang mit Feuer: Übungen zum Verhalten beim Brandfall

Mathematische Bildung und Erziehung

  • In den Gruppen stehen für das Spielen mit verschiedenen Aufgabenstellungen bereit: Zahlenwürfel, Puzzle, Zahlen- und Mengenspiele zur Entwicklung und Festigung des Zahlenbegriffs.
  • Die mathematische Denkweise und Ordnungsstrukturen erfahren Kinder hier im Alltag unter anderem durch den Tagesablauf, z.B. beim Aufräumen (Sortieren und Ordnen der Spielsachen) und Anziehen (richtige Reihenfolge der Kleidungsstücke)
  • Mathematik hilft Dinge im Alltag zu ordnen und zu strukturieren.
  • Erst durch die sprachliche Begleitung von Erwachsenen können Kinder diese Dinge als Mathematik erkennen und mathematische Denkweisen entwickeln (z.B. Regelmäßigkeiten, Ordnungsstrukturen, Rhythmen, Muster, Formen, Zahlen, Mengen Größen, Gewicht, Zeit und Raum, Messvorgänge und räumliche Wahrnehmung)
  • In den Gruppen stehen für das tägliche Spiel Puzzles und verschiedene andere Spiele zur Entwicklung und Festigung der Zahlenbegriffe zur Verfügung. Durch Würfelspiele und verschiedene Regeln (z.B. sechs Brotzeitplätze, vier Kinder spielen in der Puppenecke) erfahren und erlernen Kinder Mengen und Mengenbegriffe.
  • Im letzten Jahr vor der Einschulung werden, dem Alter entsprechend die Inhalte intensiviert und ausgebaut. Spiele und Puzzles für Vorschulkinder sind in jeder Gruppe ausreichend vorhanden.